CDU-Lobbyisten wollen Mieter trotz Corona auf die Straße setzen lassen

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Die Wirtschaftslobbyisten in der CDU schäumen: Der von der CDU-geführten Bundesregierung verstärkte Kündigungsschutz für Mieter während der Corona-Pandemie geht ihnen zu weit. Carsten Linnemann, Unionsfraktionsvize und Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, befürchtet dadurch Unfrieden. Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates sieht darin gar eine„grundfalsche Weichenstellung“, die auf „pauschaler Vermieter-Feindlichkeit“ beruhe.

Das rührt bestimmt so manchen Menschen zu Tränen, der nun weiß warum er auf einer Parkbank schlafen muss, während Land auf, Land ab „zu Hause bleiben“ gepredigt und Ausgangsbeschränkungen verhängt werden. Vermieter haben es bekanntlich schon lange „schwer“. Die Mieten steigen in fast allen Städten seit Jahren drastisch an, Wohnungsbesichtigungen werden zu Massenveranstaltungen, verzweifelte Mietinteressenten sind gezwungen auch in Bruchbuden zu Luxusmieten einzuziehen. Und die Mieter setzen sich einfach ins gemachte Nest ...

Laut dem Corona-Hilfspaket der Bundesregierung darf Mietern in den kommenden drei Monaten nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der Corona-Krise ihre Miete bezahlen können. Das ist so manchen in CDU zu viel des Guten. Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats ist übrigens Friedrich Merz. Außerdem will die CDU gegen den Berliner Mietendeckel klagen. Die CDU betreibt Lobbyismus auf Kosten der Menschen in diesem Land, die sehen müssen wo sie bleiben. Der CDU ist das offensichtlich herzlich egal.

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